Jahresabschlüsse mit Plausibilitätsprüfung

Wenn Sie kürzlich einen Kredit von Ihrer Bank angefordert haben, wird diese Sie mit Sicherheit darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Vorlage des einfachen Jahresabschlusses Ihres Unternehmens nicht mehr für eine Kreditbewilligung ausreicht. Vielmehr erwarten Banken bereits seit einigen Jahren die Vorlage eines Jahresabschlusses mit Plausibilitätsprüfung. Unterschieden wird seither in drei Varianten des Abschlusses: Den einfachen, vom steuerlichen Berater unterzeichneten Jahresabschluss, den Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfung und den Jahresabschluss mit umfassenden Prüfungshandlungen.

Die meisten Banken fordern zunächst den Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfung an, der auf § 18 des Kreditwesengesetzes, kurz KWG, zurückzuführen ist. Ihr steuerlicher Berater muss dann Ihre gesamte Buchführung überprüfen. Hierfür werden Prüfungen der Inventurwerte, der Buchführung als solches, sowie Stichprobenprüfungen durchgeführt. Insbesondere Befragungen zu einzelnen Buchungsfällen werden ebenfalls stattfinden müssen. Ihr steuerlicher Berater muss eindeutig belegen können, dass seines Wissens nach keine Probleme aufgetreten sind, die einer ordnungsgemäßen Buchführung widersprechen.

Bei sehr risikoreichen Branchen verlangen die Banken sogar den Jahresabschluss mit umfassenden Prüfungshandlungen von Ihnen. Auch hier sollten Sie mit Ihrem steuerlichen Berater sprechen. Schwierigkeiten ergeben sich vor allem daraus, dass den Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfung nicht alle Steuerberater anbieten. Denn die Banken erhalten Einsicht in die Plausibilitätsprüfung und deren Berichte, die durch den Steuerberater erstellt wurden und können diesen bei falschen Angaben sogar mit in die Haftung nehmen.

Bei Ihrer Fachfrau für Steuerfragen erhalten Sie aber selbstverständlich auch einen Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfung, der gesetzeskonform mit § 18 KWG ist. Entscheiden Sie sich bereits frühzeitig für diese Form des Jahresabschlusses, denn erfolgt die Plausibilitätsprüfung erst zu einem späteren Zeitpunkt kann dies vom Steuerberater gesondert in Rechnung gestellt werden. Gerne beraten wir Sie zu diesen und anderen Fragen und erstellen Ihren Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfung für Sie.